Diese Kinder-Familien-Frage – Wie schafft ihr das eigentlich?

Vereinbarkeit von Familie und BerufDiese Frage wird in meinem Freundeskreis und meiner Familie tatsächlich oft diskutiert, denn die Einen haben schon Kinder und die Anderen trauen sich nicht oder wollen noch nicht wirklich. Doch wie regelt und managet man eigentlich den täglichen Ablauf mit Kindern? Fakt ist, dass beide Eltern Regeln aufstellen müssen, damit keiner von beiden zu kurz kommt und jeder seiner Rolle im Alltag gerecht werden kann. Denn um der Partnerschaft, dem Beruf und dem Privatleben die Waage halten zu können, bedarf es einer organisierten Regelung zwischen Mutter und Vater. Und dann kommen noch dazu eine große Portion Flexibilität, ein wenig Organisationsgeschick und viele kreative Lösungen im Alltag. Das ist doch ein einfaches Rezept, nicht?!

 

Meiner Meinung nach, bauen sich beide Elternteile oft viel zu viel Druck auf, wenn es darum geht, Dinge unter einen Hut zu bekommen. Mit diesen 3 Regeln gelingt es euch aber hoffentlich trotzdem ein wenig Druck aus der Planung raus zu nehmen und euch bewusste Freiräume zu schaffen.

Regel #1: Dieser Tag gehört Dir und nicht der Familie!

Familien PlanungWichtig ist, dass jeder in der Beziehung einen Tag hat, an dem er das tuen darf, was er unter der Woche nicht geschafft hat. Und dabei ist es ganz egal, worum es sich handelt, so kann es ein Treffen mit Freunden, Shopping, Ausschlafen, Magazine und Zeitung stöbern, Friseurbesuch usw. sein. Essentiell für die Beziehung ist, dass das Verständnis des jeweiligen Partners für die persönlichen Bedürfnisse vorhanden ist.

So spielt sich mein zukünftiges Wunsch-Szenario ab: Die Mutter fährt unter der Woche das Kind in den Kindergarten, anschließend geht sie halbtags ihrem Beruf nach und abends ist sie für das Abendessen zuständig. Der Vater ist oft geschäftlich unterwegs und bekommt von der Erziehung des Kindes unter der Woche wenig mit. An einem freien Wochenende-Tag kann dann der Vater die Pflege des Kindes übernehmen und gönnt so der Mutter die vereinbarte Freizeit. So haben beide Parteien ihren Mehrwert von einer solchen Auszeit. Der Vater kann endlich die fehlende Zeit mit dem Kind genießen, die beiden unter der Woche aufgrund des zeitintensiven Jobs nicht zur Verfügung steht, indem sie gemeinsame Unternehmungen vornehmen, Zoo-, Museum, Spielplatz-Besuch, etc. Für gemeinsame Freizeit-Aktivitäten können ellenlange Listen aufgestellt werden, deren Punkte man nach und nach abhaken kann. Toll, nicht wahr?! Hach!

Regel #2: Parenting Network als Familien Management

Auch wenn man gerne Zeit mit seinen Kindern verbringt, sollte man trotzdem, um den Anforderungen des Alltags gerecht werden zu können und den eigenen Terminkalender in der Organisation zu entzerren, voll und ganz auf das Netzwerk Prinzip setzen. Denn Hilfe bei der Betreuung bekommt man seit Start des Elternseins bei Familie, Freunden, Verwandten oder vlt. sogar durch eine vertraute Person, die auch als Tagesmutter regelmäßig aushilft. Für diese “Teilzeit Betreuung” müssen einfach nur bestimmte Regeln klar und deutlich kommuniziert werden, damit sowohl Kinder als auch die Betreuer nicht überfordert werden. Ein kleiner Zettel mit Notizen kann anschließende Diskussionen vermeiden und hilft der Person in der neuen Rolle aufzugehen und dieser gerecht zu werden. Hier essentielle Punkte wie z. B. Essenszeiten, Essens-Gewohnheiten, Schlafenszeiten, Rituale des Kindes festgehalten werden. So lässt sich Kritik bei Diskrepanzen innerhalb der verschiedenen Erziehungsstile vermeiden und zustäzlich kommt dazu, dass man ein dickes Plus an Zeit gewinnt und sich somit eine deutliche Entlastung für berufstätige Eltern findet.

Regel #3: Work-Life-Family-Balance für alle Familien-Mitglieder

Vater und Sohn - FamilieAm Wochenende sollte man sich bewusst Freiräume freischaufeln und die gemeinsame Zeit genießen, damit diese auch wieder als Quality Time bezeichnet werden kann. Deshalb sollten Eltern Haushalt und Erledigungen nicht komplett auf das Wochenende schieben, sondern versuchen sich hier mehr Zeit für sich und die Kinder einzuplanen. Das bewusste Genießen dieser Freizeit-Aktivitäten sollte im Vordergrund stehen. So dann ab zusammen in den Park, Kino, in den Garten oder an den See. Denn kleine Abenteuer bereichern das Leben und sorgen bei uns für den persönlichen Ausgleich.

Extra-Tipp: Am Ende des Tages, wenn alle Kinder schon im Bett sind, kann man mit dem Partner auf der Couch nieder sinken, noch ein Glas Rotwein genießen und dabei die kommende Woche gemeinsam planen. Bei dieser kurzen Planung sollten alle anfallenden Aufgaben durch Zuständigkeiten aufgeteilt werden, damit das nächste Wochenenede wieder zu einem Highlight im Work-Life-Balance werden kann.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wir freuen uns über Kommentare, weil dieser Artikel in Zukunft erweitert werden sollte. Eure Julia

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