Mutter und Unternehmer sein heißt eine hohe Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern für die gesamte Familie zu übernehmen. Die Entscheidung selbständig zu werden ist häufig mit viel Kraft, Selbstvertrauen, Organisationsfähigkeit und viel mehr mit der Unterstützung durch den Partner und die eigene Familie verbunden. Im vierten Teil meiner Interviewreihe mit Business Moms spreche ich mit Juliane Reinsch. Juliane hilft Frauen und Müttern den Mut und Energie zu finden, den eigenen Weg zu gehen und die eigenen Träume zu realisieren.

  1. Liebe Juliane, stelle bitte dich und dein Business vor? 

Juliane Reinsch Mutter und UnternehmerIch bin Juliane Reinsch und ich unterstütze Mütter dabei, ihrer inneren Stimme wieder zu vertrauen. Deine innere Stimme ist deine Orientierung, sie verhilft dir zu Klarheit und so gelingt es dir, mit einem guten Gefühl deinen selbstbestimmten Weg zu gehen. Als Mutter, als Partnerin, als Tochter oder im Beruflichen. Du findest mich unter www.julianereinsch.de und auf Facebook.

Mit meinem Partner und unseren beiden Kindern lebe ich in Berlin. Ich tanke Energie in unserem kleinen Garten und liebe die Natur. In Zukunft möchte ich mit meiner Familie mehr reisen.

  1. Warum hast du dich entschieden, eine Mompreneur zu werden? War diese Entscheidung schwer? 

Ich habe mich entschieden Mompreneur zu werden, weil ich mir eine bessere Vereinbarkeit meines Familienlebens mit meiner beruflichen Tätigkeit gewünscht habe und weil ich mein Herzensthema selbstbestimmt umsetzen wollte.

Die Entscheidung für meine Selbständigkeit habe ich gemeinsam mit meinem Partner getroffen. Es war mir klar, dass ich eine gewisse Anlaufzeit brauchen werde, bis mein Business rund läuft. Deshalb war es mir wichtig, dass ich die volle Unterstützung meines Partners habe.

Tatsächlich ist es mir schwer gefallen, die Entscheidung zu treffen. Es hat viele Gespräche mit Freunden und Familie gebraucht, bis ich tatsächlich den Mut gefasst habe, Mutter und Unternehmer zu sein.

  1. Auf welche Herausforderungen stoßt du täglich als Mompreneur? 

Mich selbst zu organisieren, Entscheidungen zu treffen und fokussiert an meinem Thema dran zu bleiben – das sind meine Herausforderungen. Ziele mit kleinen Schritten zu verfolgen, sich nicht entmutigen lassen und Erfolge feiern.

  1. Welche Eigenschaften soll aus deiner Sicht eine Mompreneur haben, um langfristig erfolgreich zu sein? 

Selbstreflektion ist meiner Meinung nach wichtig. Dadurch gelingt es immer wieder mit mir ins Reine zu kommen und das Gleichgewicht zu finden, zwischen dem, was ich mir wünsche und dem, was mir gerade möglich.

  1. Welche Vor- und Nachteile hat eine Mompreneurship gegenüber der Festanstellung? 

Vorteil: ich bin selbstbestimmt dafür verantwortlich, was ich tue, wie ich ein Einkommen erwirtschafte. Ich darf mein Business so gestalten, dass es mir und meiner Familie gut tut. Ich darf meine Ideale leben und mich in meinem Tempo entwickeln.

Nachteil: es gibt keine scheinbare Sicherheit durch ein monatliches Gehalt für dass, was ich tue. Ich muss das was ich tue immer wieder anpassen, um mein Einkommen sicher zu stellen.

  1. Welche Tricks und Tipps hast du, um die Selbstständigkeit und deine Familie unter einen Hut zu bekommen? 

Für mich ist es am wichtigsten, mich zu fokussieren und entsprechend zu organisieren: was steht an, was ist wirklich wichtig und welche Verantwortung darf ich loslassen.

  1. Hat man als Mompreneur noch Zeit für sich? Gönnst du dir noch einen Me-Moment? Wie schafft man generell eine Work-Life-Balance? 

Me-Momente und Paarmomente als berufstätige Eltern zu schaffen ist eine Herausforderung. Ich denke das geht allen Eltern so. Daher bin ich zu dem Thema „unerzogen“ in Bezug auf meine Familie und mich gekommen. Für mich bedeutet es großzügig zu sein mit mir und anderen. Mir zu erlauben, auch mal alle Fünfe gerade sein zu lassen und mich immer wieder zu fragen: „Warum eigentlich nicht?“

  1. Wenn du jetzt an den Anfang deines Vorhabens als Mompreneur denkst, würdest du etwas anders machen? Wenn ja, was genau?

Mhh, das ist eine schwierige Frage. Ich wünschte, ich hätte schon früher den Mut gefunden, meinen Weg zu gehen. Im Moment kann ich nicht sagen, ich hätte etwas anders machen wollen.

  1. Welche Events, nützliche Informationsquellen oder Weiterbildungsmöglichkeiten kannst du empfehlen, um als Mompreneur am Ball zu bleiben? 

Ich finde den Austausch mit anderen Mompreneurs hilfreich und bereichernd.

Ich selbst nutze gezielt Angebote, die gerade zu meinen aktuellen Fragen passen.

Im Sommer habe ich bei Shailia Stephens-Würsig einen Online Kurs zum Thema herzgetriebenes Marketing belegt. Shailia hat genau die Herangehenseise, die zu mir passt. Sie ist offen, herzlich und super strukturiert.

  1. Welche Tipps würdest du Frauen geben, die vorhaben, eine Mompreneur zu werden?

Überlege dir, für wen dein Angebot hilfreich ist. Mit wem möchtest du gern arbeiten und wer weiß deine Arbeit wirklich zu schätzen.

Welche Aufgaben kannst du selbst bewältigen und wobei wünschst du dir von Anfang an Unterstützung: Gestaltung der Webseite, Gestaltung von Drucksachen, Buchhaltung, Steuer, Versicherung, Marketing… Suche dir die Angebote, die zu dir passen und plane dafür ein Budget ein.

Photo credits: Pixabay.com/ ThoughtCatalog

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