Wie viel Mut und Charakter muss man eigentlich haben, um einen gut bezahlten Job in einem Konzern aufzugeben und ein eigenes Unternehmen zu gründen?! Schon eine gute Dose! Fertige Prozesse und Strukturen, Sicherheit und bestehende Teams – es sind alles Vorteile, auf die man nicht schnell verzichten mag. Für die Mompreneur Krassi Hagedorn war dies aber kein Grund, um den mutigen Schritt nicht zu machen. Sie entschied sich die eigene Komfortzone zu verlassen und ins Unternehmer-Sein zu stürzen. Im folgenden Interview teilt Krassi ihre spannende Geschichte und verrät ein paar nützliche Tipps für die Meisterung der täglichen Herausforderungen als Mutter und Unternehmer.

  1. Liebe Krassi, stelle bitte dich und dein Business vor? 

Mutter und Unternehmer Krassi Hagedorn

Liebe Lena, vielen Dank für die Einladung, interviewt zu werden!

Ich heiße Krassi Hagedorn. Ich bin Online Business Mentorin, Mastermind Gruppen Mentorin & Facilitator und Gründerin der „Online Business Starter Mastermind Gruppe“. Meine Leidenschaft ist, ein neues Business mitzugestalten oder ein bestehendes zu optimieren. Ich brenne dafür, vor allem Frauen mit Unternehmergeist zu helfen, ihre Berufung zu finden und diese Leidenschaft in ein erfolgreiches Business mit Online-Präsenz umzuwandeln. Meine Passion ist ebenfalls Entrepreneur-Frauen zu motivieren und zu unterstützen, die bereits aus ihrer Leidenschaft ein (Online) Business gestartet haben, aber noch mehr aus sich herausholen möchten. Ich bin mit Leib und Seele dabei, Frauen zu helfen, wie sie ihr Geschäft mit Online-Business-Tools am besten meistern und skalieren können.

  1. Warum hast du dich entschieden, eine Mompreneur zu werden? War diese Entscheidung schwer? 

Die Entscheidung Mompreneur zu werden war einfach, aber der Weg bis dahin war lang. Nach dem Studium habe ich mehrere Jahre in großen internationalen Konzernen gearbeitet und ich war dabei die klassische Karriere im Großkonzern zu machen. Nach einiger Zeit habe ich mich aber irgendwie wie in einem Käfig gefühlt. Man hat zwar Wachstumschancen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich mein volles Potenzial nicht leben/erleben/entfalten kann/darf. Man ist von zu viel Strukturen/Regeln umgeben. Da ich auch immer das Bedürfnis hatte (schon während des Studiums), etwas einiges zu machen und da ich eine Start-up begeisterte Persönlichkeit bin, dachte ich immer an verschiedene Businessideen, aber es kam nie die richtige. Irgendwann habe ich beschlossen, einfach zu kündigen, ohne eine Businessidee zu haben. So wusste ich, dass ich einfach anfangen muss und das machen soll, was mir am ehesten Spaß macht und einfach in Aktion treten. Zuerst habe ich einen eigenen Online Shop selbst entwickelt und erste Online Business Erfahrungen gemacht. Ich habe in kurzer Zeit so viel von Online Business, Online Marketing, Online Verkaufen usw. gelernt, dass mich diese Online Welt fasziniert hat. Wiederum war ich nach gewisser Zeit aber nicht mehr ganz erfüllt, mit dieser Art von Tätigkeit. Der direkte menschliche Kontakt hat mir gefehlt. So habe ich nachgedacht, wie ich das Gelernte mit direktem Online Kontakt mit Menschen verbinden kann. Und so habe ich das E-Commerce- Business aufgegeben und mit dem neunen Business angefangen, das ich bis heute leidenschaftlich führe!

  1. Auf welche Herausforderungen stoßt du täglich als Mompreneur? 

Meine Herausforderung ist immer noch die Zeit als Ressource. Ich habe so viel Ideen und Themen, die ich umsetzen möchte, aber gleichzeitig will ich die wenige Zeit, die mir übrig bleibt, mit meiner Familie verbringen. Ich möchte nicht, dass meine Familie zu kurz kommt. Also noch besseres Zeitmanagement – daran muss ich arbeiten.

  1. Welche Eigenschaften soll aus deiner Sicht eine Mompreneur haben, um langfristig erfolgreich zu sein? 

Ausdauer, Beharrlichkeit, Selbstvertrauen und eine ganze Dose Optimismus.

  1. Welche Vor- und Nachteile hat eine Mompreneurship gegenüber der Festanstellung? 

Ich sehe für mich persönlich folgende Vorteile:

– Ich kann mir die Arbeitszeit selbst aufteilen.

– Ich kann den Ort aussuchen, an dem ich arbeite.

– Ich kann mir aussuchen, an welchen Tagen, wie viel ich arbeiten möchte.

– Somit habe ich definitiv mehr Flexibilität.

– Ich kann mich viel mehr persönlich und unternehmerisch entfalten.

– Ich lerne ständig neue Menschen kennen, sowohl online als auch offline.

– Ich verlasse ständig meine Komfortzone und dadurch wachse ich als Persönlichkeit sehr schnell.

– Ich bin erfüllter und glücklicher.

– Ich übernehme die volle Verantwortung.

Ich sehe für mich folgende Nachteile:

–          Am Anfang noch nicht sofort stabiles Einkommen.

–          Trennen vom privaten und beruflichen Leben eher am Anfang des Businessaufbaus schwierig, besonders wenn man noch kein Team hat, das viel von den täglichen Tätigkeiten/Aufgaben wegnimmt.

  1. Welche Tricks und Tipps hast du, um die Selbstständigkeit und deine Familie unter einen Hut zu bekommen? 

Das wichtigste ist, dass man eine gute Betreuung organisiert, so dass man mehrere Stunden am Stück effektiv arbeiten kann, ohne unterbrochen zu werden. Danach Zeit mit den Kindern und dem Partner verbringen. Wenn die Kinder im Bett sind, die Gedanken noch mal zusammenfassen und sich für den nächsten Tag vorbereiten. An manchen Tagen, wenn die Kinder krank sind, ist der Tag nicht so strukturiert. Dann einfach einiges ruhen lassen oder die Zeiten nutzen, während sie schlafen.

  1. Hat man als Mompreneur noch Zeit für sich? Gönnst du dir noch einen Me-Moment? Wie schafft man generell eine Work-Life-Balance? 

Ja, ich gönne mir einen Moment. Ich schaffe es, in dem ich mir einfach Auszeit nehme und das muss nicht unbedingt am Wochenende sein. Ich bestimme es selbst, um welche Uhrzeit ich mich entspannen möchte, um welche Uhrzeit ich spazieren gehen möchte, um welche Uhrzeit ich Gäste empfangen möchte. Wenn ich gerade keine Lust zu einem bestimmten Thema habe, gehe ich raus, um einen frischen Kopf zu bekommen oder mir was Gutes zu tun. Ich muss ja keinem Chef eine Erklärung geben, wann und warum ich das Büro verlasse.

  1. Wenn du jetzt an den Anfang deines Vorhabens als Mompreneur denkst, würdest du etwas anders machen? Wenn ja, was genau?

Nein. Ich würde es nicht anders machen. Denn selbst wenn ich „falsche“ Entscheidungen getroffen habe bzw. wenn ich mal gefallen bin, haben sie mich all diese Situationen ein Stückchen weitergebracht.

  1. Welche Events, nützliche Informationsquellen oder Weiterbildungsmöglichkeiten kannst du empfehlen, um als Mompreneur am Ball zu bleiben? 

Um als Mompreneur am Ball zu bleiben, kann ich empfehlen, diejenigen Events zu besuchen, an denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann und an denen man richtig guten Input zu seinen Themen bekommen (online und/oder offline) kann. Mein Lieblings-Online-Event, das ich empfehlen kann, sind natürlich meine Online Business Mastermind Gruppen, wo man als Unternehmerin mit dem eigenen Business enorm viel wächst, wo man motiviert wird, sich mit Gleichgesinnten umgibt, endlich Lösungen zu seinen Businessherausforderungen findet, richtig in Aktion tritt und seine Komfortzone verlässt:) 

  1. Welche Tipps würdest du Frauen geben, die vorhaben, eine Mompreneur zu werden?

Nicht zu viel Overthinking! Einfach starten, ausprobieren, daraus lernen und weitermachen!

Wenn Du mehr über Krassi erfahren möchtest, besuche ihre Website oder Social Profile. Klick Dich rein:

  1. Website – krassihagedorn.com
  2. Online Business Starter Mastermind Gruppe für Solopreneure
  3. Instagram Account 
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